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Fürstliche Abteikirche

Die 1803 zur Evangelischen Hofkirche der Fürstlichen Familie bestimmte Abteikirche ist das Herzstück der Klosteranlage. 1742 – 1747 vom Kurmainzer Hofbaumeister Maximilian von Welsch auf den Grundmauern der abgerissenen mittelalterlichen Kirche erbaut, gehört sie heute zu den bedeutendsten und schönsten Sakralbauten des deutschen Rokoko. Dabei zeugen die beiden beim Neubau unangetasteten Westtürme aus der karolingischen Gründungszeit des Klosters weithin sichtbar von der großen Geschichte des über 1250 Jahre alten Klosters.

 Die in lebhaftesten Formen und Farben ausgestattete Abteikirche ist das gemeinsame Werk der Stuckateure Johann Michael Feichtmayr und Georg Übelhör und des Malers Matthäus Günther aus Wessobrunn. Der Kunstschmied Markus Gattinger fertigte das Chorschrankengitter, und die doppelläufige Kanzel von Wolfgang van der Auvera ist eines der vollendeten Werke des Rokoko.

 In der europäischen Kunstgeschichte kommt der Abteikirche eine überragende Stellung zu, da die Kirche im Gegensatz zu vielen anderen Kirchen einzigartig ist. Die Oberflächen des Kirchenraums sind aus der Erbauungszeit fast vollständig im Originalzustand erhalten und wurden nur gereinigt und konserviert. Das war das Credo bei den Erhaltungs- und Renovierungsarbeiten in den Jahren 2012 bis Mitte 2015.