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Fürstliche Abtei

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Seit dem Frühmittelalter kündete das Kloster von der Würde des christlichen Glaubens und vom Stolz der Benediktiner. Die über 1250 Jahre alte Abtei Amorbach zählt neben der Reichenau im Bodensee zu den ältesten Klöstern östlich des Rheins, noch vor Fulda und Lorsch. Nach Überlieferungen gründete der erste Abt Amor die Abtei 734 und verlieh dem Ort seinen Namen. Ihren heutigen Glanz erhielt sie aber erst über 1000 Jahre später durch Maximilian von Welsch.

Im Auftrag des letzten Abtes Benedikt Külsheimer entstand nach seinen Plänen 1742 – 1747 an Stelle der eher düsteren, mittelalterlichen Kirche ein Neubau im Stil des blühenden Barocks. Zeitgleich wurde nach Plänen von Ignaz von Neumann die alte Abtei verlängert und um einen Konventbau mit reich ausgestattetem Refektorium, Grünem Saal und Bibliothek bereichert.

Besonders dem Abt war es ein Anliegen, seine Macht und seinen Reichtum sich selbst, seinen Untertanen und seinen Besuchern zu zeigen. Sowohl der gesamte Ausbau der Anlage der Abtei als auch die außergewöhnlichen Prunkräume lassen sich als Ausdruck des klösterlichen Machtbewusstseins werten.

1803 wurde das Fürstenhaus zu Leiningen im Rahmen der Säkularisation mit dem Kirchenbesitz des Klosters entschädigt. Das Kloster musste aufgrund der Vorschriften des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803 aufgelöst werden und die Abtei wurde Residenz des Fürstenhauses zu Leiningen.